Aus­ga­be 2/2021 – Pla­nung & Forecasting

REthinking Finance Ausgabe 2/2021 - Planung & Forecasting

    Häu­fig gestell­te Fragen 



    Edi­to­ri­al

    Nie zuvor war der Unter­schied zwi­schen dem Bedürf­nis nach einer plan­ba­ren Zukunft und der Genau­ig­keit der Vor­her­sa­ge von zukünf­ti­gen Ent­wick­lun­gen grö­ßer als heu­te. Die „Gegen­warts­schrump­fung“, wie der Phi­lo­soph Her­mann Lüb­be den Beschleu­ni­gungs­cha­rak­ter der Ent­wick­lun­gen bereits in den 1990er-Jah­ren bezeich­ne­te, oder „VUCA“, wie Kauf­leu­te die Rah­men­be­din­gun­gen heu­te ger­ne kurz beti­teln, erfor­dert mehr denn je, früh­zei­tig über mög­li­che zukünf­ti­ge Ent­wick­lun­gen und ihre Kon­se­quen­zen nach­zu­den­ken. In den Unter­neh­men erfolgt dies seit Jahr­zehn­ten durch die Pro­zes­se der Pla­nung und des Fore­cas­tings. Die­sen ist das vor­lie­gen­de The­men­heft gewid­met. Der Bei­trag des Con­trol­ling­pio­niers Péter Hor­váth sys­te­ma­ti­siert die Her­aus­for­de­run­gen der Pla­nung v. a. aus betriebs­wirt­schaft­li­cher Sicht und stellt mög­li­che Lösun­gen anhand von Unter­neh­mens­bei­spie­len dar. Die Band­brei­te des­sen, was tech­nisch mög­lich ist, um auf die Ände­run­gen ziel­füh­rend zu reagie­ren, zei­gen Nicoleund Ger­ard de Melo am Bei­spiel des Fore­cas­tings mit­tels ein­fa­cher Metho­den bis hin zu Aug­men­ted Ana­ly­tics und Exp­lainab­le AI. Mela­nie Kreis, Deut­sche Post DHL, Luka Mucic, SAP, und Klaus Wer­ner, Tele­kom Deutsch­land, geben Ein­bli­cke in die CFO-Sicht auf Pla­nung und Fore­cas­ting. Mela­nie Kreis und Luka Mucic wur­den im Inter­view die glei­chen fünf Fra­gen gestellt, um so Unter­schie­de und Gemein­sam­kei­ten der Kon­zer­ne bei Pla­nung und Fore­cas­ting in Ansät­zen trans­pa­rent zu machen. Klaus Wer­ner wid­met sei­nen Pra­xis­bei­trag der Ope­ra­tio­na­li­sie­rung der Digi­ta­li­sie­rungs­stra­te­gie und betont die Bedeu­tung des Aus­pro­bie­rens, Schei­terns und Wie­der­auf­ste­hens in die­sem Pro­zess. BLANCO, Omio, Ber­lin Recy­cling und die Leip­zi­ger Ver­kehrs­be­trie­be wur­den – wie alle Unter­neh­men – zu Beginn des Jah­res 2020 von den Aus­wir­kun­gen der Ver­brei­tung des Coro­na­vi­rus über­rascht. Khai Tran skiz­ziert, wel­che Leh­ren für zukünf­ti­ge Pla­nun­gen die­se Unter­neh­men aus ihren Erfah­run­gen gezo­gen haben. Wie man bei Alfred Kärcher auf die Her­aus­for­de­run­gen reagiert und das „rich­ti­ge Mind­set“ zum Erfolg führt, prä­sen­tie­ren Kat­rin Bau­er und Carl Braun. Der Gedan­ke wird von Gui­do Klein­hietpaß und Jens Ropers­ver­tieft. Sie wei­sen dar­auf hin, dass es trotz aller Tech­nik schließ­lich Men­schen sind, die die Pla­nung durch­füh­ren und ver­ant­wor­ten. Chris­ti­an Held, Yvonne Hof­stet­ter und Cars­ten Jäkel ver­deut­li­chen in ihrem Bei­trag schließ­lich die Wich­tig­keit des Den­kens in Sze­na­ri­en für die kon­kre­te Absi­che­rung von Wech­sel­kurs­ri­si­ken. Ich muss Ihnen vor­her­sa­gen, dass Ihnen auch nach dem Lesen die­ses The­men­hefts von REthin­king Finan­ce zukünf­tig kei­ne punkt­ge­naue Pla­nung gelin­gen wird. Soll­te sich aber Ihr Blick auf die Her­aus­for­de­run­gen, Orga­ni­sa­ti­on und Zie­le der Pla­nung erwei­tert haben und die Pra­xis­bei­spie­le Ihnen bei kon­kre­ten Pro­blem­lö­sun­gen Hil­fe­stel­lung leis­ten kön­nen, hät­ten wir unser Ziel erreicht. Ich wün­sche Ihnen eine span­nen­de Lektüre!


    Her­aus­for­de­run­gen & Organisation

    Tech­no­lo­gie & Mensch
    Fore­cas­ting mit Arti­fi­cial Intelligence
    Prof. Dr. Ing. Ger­ard de Melo / Nico­le de Melo

    Mit moder­nen Metho­den der künst­li­chen Intel­li­genz kön­nen anhand enor­mer Daten­men­gen in kür­zes­ter Zeit neue Pro­gno­sen und Hand­lungs­emp­feh­lun­gen gene­riert wer­den. In der heu­ti­gen Welt, die von Kom­ple­xi­tät und Schnell­le­big­keit gekenn­zeich­net ist, eröff­nen sich so neue Per­spek­ti­ven für das Forecasting. 

    REF vom 16.4.2021, Heft 02, Sei­te 24 ‑ 30, REF1362769

    Pla­nung und Pro­gno­se des Hedgings von Wechselkursrisiken
    Chris­ti­an Held / Prof. Yvonne Hof­stet­ter / Cars­ten Jäkel

    Jede Finanz­pla­nung ist eine Wet­te auf die Zukunft. Denn wie sich die Zukunft kon­kret ent­fal­ten wird, ist zum Zeit­punkt der Pla­nung immer unsi­cher. Die­ser Bei­trag beschreibt das „Den­ken in Sze­na­ri­en“ als eine Tech­nik, die nicht nur eine ein­zi­ge, son­dern vie­le mög­li­che Zukünf­te in Erwä­gung zieht. Auto­ma­ti­siert ergänzt die Sze­na­rio­tech­nik unter Nut­zung der Bayes-Theo­rie den klas­si­schen Pla­nungs­an­satz, weil sie die Zukunft bes­ser pro­gnos­ti­zie­ren kann und opti­ma­le Ent­schei­dun­gen unter Unsi­cher­heit zulässt. Ein­satz­be­reit ist die Sze­na­rio­tech­nik schon heu­te zur Absi­che­rung von Wechselkursrisiken. 

    REF vom 16.4.2021, Heft 02, Sei­te 31 ‑ 38, REF1362774

    Von der Band­brei­ten­pla­nung zu den Band­brei­ten der Planung
    Gui­do Klein­hietpaß / Jens Ropers

    In die­sem Bei­trag soll der Begriff „Band­brei­ten“ im Zusam­men­hang mit Pla­nung mit einem neu­en Ver­ständ­nis betrach­tet wer­den. Spon­tan den­ken die meis­ten dabei wahr­schein­lich an „Band­brei­ten­pla­nung“, also eine Pla­nung, bei der für ver­schie­de­ne Para­me­ter defi­niert wird, wel­che Wer­te sie „von … bis …“ anneh­men kön­nen. Dabei han­delt es sich um eine Metho­de, mit der Unsi­cher­hei­ten und Risi­ken im Rah­men einer Pla­nung berück­sich­tigt wer­den. Es wer­den Best‑, Worst- und Rea­listic-Cases kate­go­ri­siert oder sogar Erwar­tungs­wer­te und Kon­fi­denz­in­ter­val­le mit­hil­fe der Mon­te-Car­lo-Simu­la­ti­on berech­net. Doch dar­um soll es im Fol­gen­den nicht gehen. Viel­mehr soll das Spek­trum der bei der Unter­neh­mens­pla­nung betrach­te­ten Aspek­te dar­ge­stellt und brei­ter gefasst wer­den, als dies bei vie­len Autoren der­zeit der Fall ist, die sich vor allem auf Metho­den- oder Soft­ware­fra­gen fokussieren. 

    REF vom 16.4.2021, Heft 02, Sei­te 39 ‑ 46, REF1362778


    Pro­jekt & Praxis
    Pla­nung und Fore­cas­ting als zen­tra­ler Teil der Digi­ta­li­sie­rungs­stra­te­gie der Tele­kom Deutschland
    Klaus Werner

    Unser aktu­el­les Jahr­hun­dert ist geprägt von zuneh­mend kon­junk­tu­rel­ler sowie geo­po­li­ti­scher Vola­ti­li­tät. Der Wunsch nach immer mehr Wachs­tum auf der einen und makro­öko­no­mi­sche Her­aus­for­de­run­gen auf der ande­ren Sei­te trei­ben die Not­wen­dig­keit eines Wan­dels hin­sicht­lich der Art, wie die Steue­rung von Unter­neh­men von mor­gen erfolgt. Der digi­ta­le Wan­del, gepaart mit den stei­gen­den Anfor­de­run­gen an die Rol­le der Finan­zer im unter­neh­me­ri­schen Ent­schei­dungs­pro­zess, wirft Fra­gen nach einer intel­li­gen­ten Unter­neh­mens­steue­rung auf, die aktu­el­len und zukünf­ti­gen Her­aus­for­de­run­gen gerecht wird. 

    REF vom 16.4.2021, Heft 02, Sei­te 47 ‑ 53, REF1362784

    5 Fra­gen an
    Mela­nie Kreis
    REF vom 16.4.2021, Heft 02, Sei­te 54 ‑ 56, REF1362788

    Plan­ning Excel­lence @ Kärcher
    Kat­rin Bau­er / Carl Braun

    Das Pro­jekt Plan­ning Excel­lence @ Kärcher hat zum Ziel, den Pla­nungs­pro­zess, die Pla­nungs­in­hal­te und die Pla­nungs­me­tho­dik an die wach­sen­den Her­aus­for­de­run­gen anzu­pas­sen. Nach zwei Pla­nungs­zy­klen zei­gen sich die Vor­tei­le eines kür­ze­ren Pla­nungs­pro­zes­ses und die Inte­gra­ti­on in SAP Ana­ly­tics Cloud im gesam­ten Unter­neh­men. Aber auch zukünf­tig wird wei­ter optimiert. 

    REF vom 16.4.2021, Heft 02, Sei­te 57 ‑ 63, REF1362791

    Trans­for­ma­ti­on oder Translation
    Bernd Kälber

    Aktu­ell befin­den sich nur weni­ge Unter­neh­men in den CFO-Berei­chen in einer ech­ten digi­ta­len Trans­for­ma­ti­on. Im Gegen­satz dazu wird anhand ver­schie­dens­ter Use Cases viel in eine digi­ta­le Trans­la­ti­on inves­tiert, die dann in falsch ver­stan­de­ner Wei­se als Trans­for­ma­ti­on bezeich­net wird. Das birgt die rea­le Gefahr, dass das Poten­zi­al für den CFO-Bereich, anhand einer ech­ten Trans­for­ma­ti­on die Rol­le eines steu­ern­den Navi­ga­tors erfül­len zu kön­nen, weder erkannt noch umge­setzt wird. Die­ser Bei­trag ver­deut­licht den wesent­li­chen Unter­schied zwi­schen Trans­la­ti­on und Trans­for­ma­ti­on und beschreibt die ent­schei­den­den Vor­tei­le einer ech­ten digi­ta­len Trans­for­ma­ti­on. Dabei wird auch bei­spiel­haft auf prak­ti­sche Aus­wir­kun­gen für Pla­nung und Pro­gno­se im Con­trol­ling am Pra­xis­bei­spiel von E.ON SE eingegangen. 

    REF vom 16.4.2021, Heft 02, Sei­te 64 ‑ 71, REF1362798

    Sta­tis­tik im Fokus
    Prof. Dr. Andre­as Wiesehahn
    72, REF1362808