Aus­ga­be 4/2020 – Finan­ce in der Corona-Krise

REthinking Finance Ausgabe 4/2020 - Finance in der Corona-Krise
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    Häu­fig gestell­te Fragen 



    Edi­to­ri­al

    Die Coro­na-Pan­de­mie bestimmt wei­ter­hin den wirt­schaft­li­chen All­tag. Das Brut­to­in­lands­pro­dukt ist im zwei­ten Quar­tal 2020 um mehr als zehn Pro­zent ein­ge­bro­chen und damit befin­det sich die Wirt­schaft nun auch offi­zi­ell in einer tie­fen Rezes­si­on. Hin­zu kommt die Sor­ge vor einer zwei­ten Coro­na-Wel­le, die vie­le Unter­neh­men umtreibt und einer bal­di­gen Gesun­dung der Wirt­schaft zusätz­lich ent­ge­gen­steht. Damit bleibt auch der Druck auf die Finanz­funk­ti­on zunächst ein­mal erhal­ten, da sie wei­ter­hin im unter­neh­mens­in­ter­nen Epi­zen­trum der Coro­na-Kri­se agie­ren muss. Auch wenn es eini­ge Sil­ber­strei­fen am Hori­zont gibt, bleibt die Unsi­cher­heit bzgl. der künf­ti­gen Ent­wick­lun­gen immens. Also ist es mehr denn je wich­tig, die Aus­wir­kun­gen der Pan­de­mie kal­ku­lie­ren zu kön­nen, um sich mit geziel­ten Maß­nah­men Hand­lungs­spiel­raum für die Zukunft zu schaf­fen. Und damit wären wir auch bei dem Schwer­punkt die­ser Aus­ga­be. Vor allem in Kri­sen­zei­ten bie­ten soli­de Instru­men­te zur Unter­neh­mens­steue­rung einen ech­ten Wett­be­werbs­vor­teil. Ein erfolgs­ent­schei­den­der Fak­tor ist dabei eine sinn­vol­le Unter­neh­mens­pla­nung. Björn Pau­li und Sidiq Shaha­bud­din zei­gen in ihrem Bei­trag, wie eine sol­che Pla­nung in Zei­ten von Coro­na ablau­fen kann und wie wich­tig sie ist, um jeder­zeit ent­schei­dungs­fä­hig zu blei­ben. Auch ein adäqua­tes Risi­ko­ma­nage­ment trägt ent­schei­dend zum dau­er­haf­ten Über­le­ben von Unter­neh­men bei. Prof. Dr. Wer­ner Gleiß­ner erläu­tert in sei­nem Bei­trag, wie ein ange­mes­se­nes Risi­ko­ma­nage­ment­sys­tem öko­no­mi­schen Mehr­wert lie­fern kann, damit uner­war­te­te Ereig­nis­se – wie eine Pan­de­mie – in Zukunft nicht der­ma­ßen exis­tenz­be­droh­li­che Aus­wir­kun­gen ent­fal­ten kön­nen. Eine Kri­se ist auch immer ein Kata­ly­sa­tor für Ver­än­de­run­gen. Hier­zu geben Dr. Gün­ther Lub­os sowie Micha­el Wab­nitz und Dr. Hen­drik Engel­hardt in ihren Bei­trä­gen Hin­wei­se, wie Unter­neh­men ihre Struk­tu­ren anpas­sen kön­nen, um am Ende gestärkt aus der Kri­se her­vor­zu­ge­hen. Eine erzwun­ge­ne Ver­än­de­rung war der Über­gang aller Mit­ar­bei­ter ins Home­of­fice qua­si von heu­te auf mor­gen. Ins­be­son­de­re agi­le Teams stan­den vor einer unge­ahn­ten Bewäh­rungs­pro­be. Han­nes Bränd­li und Dr. Phil­ipp Baecker beschrei­ben fünf Erfolgs­fak­to­ren, die eine rei­bungs­lo­se Zusam­men­ar­beit auch im Remo­te-Betrieb gewähr­leis­ten. Neben dem Manage­ment kommt auch der Kom­mu­ni­ka­ti­on in Kri­sen­zei­ten eine beson­de­re Bedeu­tung zu. Kri­sen­for­scher Frank Rose­lieb spricht im Inter­view über sei­ne Ein­schät­zun­gen zur Coro­na-Kri­se und gibt kon­kre­te Hin­wei­se, wie ein gutes Kri­sen­ma­nage­ment und eine ange­mes­se­ne Kri­sen­kom­mu­ni­ka­ti­on aus­se­hen kön­nen. Mit die­sen und den wei­te­ren Bei­trä­gen wün­sche ich Ihnen eine anre­gen­de Lek­tü­re mit hof­fent­lich vie­len nütz­li­chen Hin­wei­sen für Ihren Weg durch die Krise.

    Ste­fan Kemetter


    Digi­tal Finance
    Digi­tal Finan­ce: Visi­on, Ent­wick­lung und Imple­men­tie­rung – ein Erfahrungsbericht
    Bian­ca Dia­na Anghelina

    „Rethin­king Finan­ce“ – unter die­sem Mot­to trans­for­mier­te Bian­ca Dia­na Anghe­li­na den Finan­ce-Bereich in einem der füh­ren­den inter­na­tio­na­len Phar­ma­un­ter­neh­men. In ihrem Bei­trag teilt sie ihre Visi­on, ver­an­schau­licht ihr Vor­ge­hen und berich­tet von ihren Erfah­run­gen beim Auf­bau einer agi­len, daten­ba­sier­ten und Insight-getrie­be­nen Finan­ce-Funk­ti­on – Digi­tal Finance. 

    REF vom 13.8.2020, Heft 04, Sei­te 4 ‑ 7, REF1341284

    5 Fra­gen an
    Tan­ja Dreilich
    REF vom 13.8.2020, Heft 04, Sei­te 8 ‑ 10, REF1341286

    Libra und Chi­na legen vor – wann kommt der digi­ta­le, pro­gram­mier­ba­re Euro?
    Prof. Dr. Phil­ipp Sand­ner / Jonas Groß

    Zuletzt wur­den mit dem Pro­jekt „Libra“ und der chi­ne­si­schen digi­ta­len Zen­tral­bank­wäh­rung „DC/EP“ außer­halb der Euro­zo­ne bemer­kens­wer­te Inno­va­tio­nen im Bereich der Zah­lungs­sys­te­me ange­kün­digt. Als Reak­ti­on wer­den nun auch euro­päi­sche Bestre­bun­gen, eige­ne digi­ta­le Zah­lungs­lö­sun­gen anzu­bie­ten, inten­si­viert. Dazu zählt auch ein digi­ta­ler, pro­gram­mier­ba­rer Euro. Ein sol­ches Block­chain-basier­tes Zah­lungs­mit­tel ver­spricht erheb­li­ches Auto­ma­ti­sie­rungs­po­zen­ti­al – beson­ders für die Industrie. 

    REF vom 13.8.2020, Heft 04, Sei­te 11 ‑ 15, REF1341289


    Finan­ce Excellence
    Pla­nung und Kri­se – Ein­fluss der Coro­na-Pan­de­mie auf die Unternehmensplanung
    Björn Pau­li / Sidiq Shahabuddin

    Pla­nungs­rech­nung wird immer noch von zahl­rei­chen Unter­neh­mern als „Glas­ku­gel­gu­cken“ und „Kaf­fee­satz­le­se­rei“ abge­tan. Dabei ist Pla­nungs­rech­nung unter der Vor­aus­set­zung einer sinn­vol­len Umset­zung ein über­aus bedeut­sa­mes Steue­rungs­in­stru­ment. Sie kann in der Pra­xis einen ech­ten Wett­be­werbs­vor­teil dar­stel­len und in Kri­sen­si­tua­tio­nen einen wich­ti­gen Bei­trag zur Über­le­bens­fä­hig­keit eines Unter­neh­mens sichern. Die mit mas­si­ven Unsi­cher­hei­ten ein­her­ge­hen­den Ereig­nis­se, wie aktu­ell die COVID-19-Pan­de­mie, rücken die Auf­ga­ben der Pla­nungs­rech­nung wie­der stär­ker in den Fokus. 

    REF vom 13.8.2020, Heft 04, Sei­te 16 ‑ 23, REF1341292

    Risi­ko­ma­nage­ment: Gegen­wart und Zukunft
    Prof. Dr. Wer­ner Gleißner

    Die heu­te imple­men­tier­ten Risi­ko­ma­nage­ment­sys­te­me erfül­len die gesetz­li­chen Min­dest­an­for­de­run­gen häu­fig nicht und schaf­fen kei­nen öko­no­mi­schen Mehr­wert. Auf lan­ge Sicht ist zu hof­fen, dass Chan­cen und Gefah­ren immer und über­all im Unter­neh­men beach­tet wer­den und dass das Risi­ko­ma­nage­ment voll inte­griert wird. Idea­ler­wei­se erfolgt bei allen wesent­li­chen Ent­schei­dun­gen ein Abwä­gen erwar­te­ter Erträ­ge und Risi­ken bei der Entscheidungsvorbereitung. 

    REF vom 13.8.2020, Heft 04, Sei­te 24 ‑ 28, REF1341296

    Ergeb­nis­si­che­rung und Redi­men­sio­nie­rung von Unter­neh­men im Zei­chen der Corona-Krise
    Dr. Gün­ter Lubos

    Vor dem Hin­ter­grund der aktu­el­len Coro­na-Kri­se sind vie­le Unter­neh­men in wirt­schaft­li­che Schwie­rig­kei­ten gera­ten. Umso wich­ti­ger wer­den Maß­nah­men zur Ergeb­nis­si­che­rung und Sta­bi­li­sie­rung des Unter­neh­mens einer­seits, aber auch das Anpas­sen der Unter­neh­mens­struk­tu­ren ande­rer­seits. In dem Bei­trag wer­den Hin­wei­se gege­ben, wie mit den aktu­el­len und zukünf­ti­gen Her­aus­for­de­run­gen umge­gan­gen wer­den kann. 

    REF vom 13.8.2020, Heft 04, Sei­te 29 ‑ 35, REF1341299

    Fle­xi­bi­li­tät in der Kri­se: Working-Capi­tal-Opti­mie­rung durch Sup­ply Chain Finance
    Fabi­an Kiwor­ra / Tobi­as Reich

    Als Erwei­te­rung der klas­si­schen Sup­ply Chain liegt der Fokus bei Sup­ply Chain Finan­ce auf den Finanz­mit­tel­flüs­sen inner­halb der Lie­fer­ket­te. Gemein­sa­me Maß­nah­men von Lie­fe­ran­ten, Käu­fern, Ban­ken und Fin­Techs ver­fol­gen hier­bei ins­be­son­de­re das Ziel, die finan­zi­el­le Sta­bi­li­tät aller Akteu­re zu gewähr­leis­ten. Mit­hil­fe moder­ner Lösun­gen wie Rever­se Fac­to­ring oder Dyna­mic Dis­coun­ting wer­den somit eine erhöh­te Trans­pa­renz, eine ver­bes­ser­te Liqui­di­tät sowie redu­zier­te Finan­zie­rungs­kos­ten ermöglicht. 

    REF vom 13.8.2020, Heft 04, Sei­te 36 ‑ 39, REF1341308

    Asset-basier­te Finan­zie­rung: Eine Alter­na­ti­ve für Mit­tel­ständ­ler in Zei­ten der Corona-Krise?
    Carl-Jan von der Goltz

    Der ers­te Coro­na-Schock scheint über­wun­den und doch wird die Wirt­schaft in nächs­ter Zeit noch stark mit den Fol­gen der Kri­se zu kämp­fen haben. Ent­spre­chend schwie­rig gestal­tet sich die Finan­zie­rung gera­de für Betrie­be in Son­der­si­tua­tio­nen, wie z.B. bei Sanie­run­gen, Restruk­tu­rie­run­gen oder beim Neu­start nach einer Insol­venz. Doch neben klas­si­schen Bank­dar­le­hen gibt es immer mehr alter­na­ti­ve Ansät­ze. Dazu gehö­ren auch die Asset-basier­ten Model­le Sale & Lea­se Back und Lager­fi­nan­zie­rung. Wie funk­tio­nie­ren sie? Für wen sind sie geeig­net? Wann grei­fen sie? – Fra­gen, die hier beant­wor­tet wer­den sollen. 

    REF vom 13.8.2020, Heft 04, Sei­te 40 ‑ 43, REF1341312

    Aus­wir­kun­gen der Coro­na­Pan­de­mie auf die han­dels­recht­li­che Rechnungslegung
    WP/StB Prof. Dr. Chris­ti­an Zwir­ner / WP/StB Dr. Julia Busch / Dr. Felix Krauß

    Die Coro­na-Pan­de­mie hat viel­fäl­ti­ge Fol­gen nicht nur für die Wirt­schaft, son­dern auch für die Rech­nungs­le­gung. In die­sem Bei­trag wer­den die zen­tra­len Aspek­te für die Jah­res­ab­schlüs­se 2019 sowie für die Jah­res­ab­schlüs­se der Fol­ge­jah­re dar­ge­stellt. Dabei wer­den neben all­ge­mei­nen Bilan­zie­rungs- und Bewer­tungs­prin­zi­pi­en die wesent­li­chen betrof­fe­nen Pos­ten und Bilan­zie­rungs­fra­gen betrachtet. 

    REF vom 13.8.2020, Heft 04, Sei­te 44 ‑ 50, REF1341314

    Die M&A‑Praxis trifft auf Coro­na: Aus­wir­kun­gen, Beson­der­hei­ten und Gestaltungspotenziale
    Dr. Flo­ri­an Eisele / Dr. Mario Weiss

    Die Coro­na-Pan­de­mie macht auch vor der M&A‑Praxis nicht halt und stellt sowohl die Initia­to­ren als auch die Betei­lig­ten eines M&A‑Prozesses vor beson­de­re Her­aus­for­de­run­gen. Die­se betref­fen vor allem pro­zes­sua­le, betriebs­wirt­schaft­li­che und recht­li­che Aspek­te. Im fol­gen­den Bei­trag wer­den eini­ge der Aus­wir­kun­gen und Beson­der­hei­ten, die bei M&A‑Transaktionen unter Coro­na-Bedin­gun­gen ver­stärkt in den Fokus rücken, näher beleuch­tet und mög­li­che Gestal­tungs­po­ten­zia­le aufgezeigt. 

    REF vom 13.8.2020, Heft 04, Sei­te 51 ‑ 57, REF1341316


    Peop­le & Culture

    Busi­ness Organization
    Mit Resi­li­enz, Red­un­danz und Robust­heit durch die Krise
    Frank Roselieb

    Der Wirt­schafts­wis­sen­schaft­ler und Kri­sen­for­scher Frank Rose­lieb spricht in die­sem Inter­view über sei­ne Ein­schät­zun­gen zur Coro­na-Kri­se und gibt Unter­neh­men kon­kre­te Hin­wei­se, wie ein gutes Kri­sen­ma­nage­ment und eine ange­mes­se­ne Kri­sen­kom­mu­ni­ka­ti­on aus­se­hen können. 

    REF vom 13.8.2020, Heft 04, Sei­te 63 ‑ 67, REF1341323

    Der CFO als Schlüs­sel­fi­gur und Weg­be­rei­ter für die erfolg­rei­che Neupositionierung
    Micha­el Wab­nitz / Dr. Hen­drik Engelhardt

    Die Covid-19-Pan­de­mie übt gro­ßen Druck auf die welt­wei­te Wirt­schaft aus – durch die Kri­se gera­ten Unter­neh­men bei­na­he sämt­li­cher Bran­chen unter mas­si­ven Restruk­tu­rie­rungs­druck. CFOs neh­men bei sol­chen Pro­gram­men eine erfolgs­kri­ti­sche Rol­le ein. Der vor­lie­gen­de Bei­trag zeigt, mit wel­chen stra­te­gi­schen wie ope­ra­ti­ven Her­aus­for­de­run­gen CFOs umge­hen müs­sen, um den Weg für eine erfolg­rei­che Neu­po­si­tio­nie­rung zu ebnen. 

    REF vom 13.8.2020, Heft 04, Sei­te 68 ‑ 73, REF1341326

    Future of Finan­ce: Anfor­de­run­gen an das Manage­ment Accoun­ting im digi­ta­len Zeitalter
    Jakub Bejnarowicz

    Die inter­na­tio­na­le Stu­die „Future of Finan­ce“ befasst sich mit Ver­än­de­run­gen im Finanz­we­sen von Unter­neh­men. Dafür wur­den über einen Zeit­raum von 18 Mona­ten mehr als 5.500 Finanz­fach­leu­te aus über 2.000 öffent­li­chen und pri­va­ten Orga­ni­sa­tio­nen aller Grö­ßen in 150 Län­dern im Rah­men per­sön­li­cher Inter­views, Dis­kus­si­ons­run­den und einer glo­ba­len Erhe­bung befragt. Im Fol­gen­den gibt Jakub Bej­na­rowicz einen Ein­blick in die Stu­die und erläu­tert sei­ne Ansich­ten zur „Future of Finance“. 

    REF vom 13.8.2020, Heft 04, Sei­te 74 ‑ 76, REF1341329