• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Zwei Jahre Pandemie: Corona kostete bisher 350 Mrd. € Wertschöpfung

02.03.2022

Zwei Jahre Pandemie: Corona kostete bisher 350 Mrd. € Wertschöpfung

Seit zwei Jahren leidet die deutsche Wirtschaft unter den Folgen der Corona-Pandemie. Zum Jahrestag zieht eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Bilanz: 350 Mrd. € an Wirtschaftsleistung sind bisher verloren gegangen. Im ersten Quartal dieses Jahres kostet Corona möglicherweise weitere 50 Mrd. €. Die Erholung wird Jahre dauern. Die Ausfälle der Wirtschaft belaufen sich seit Anfang der Pandemie auf rund 350 Mrd. €, wie neue IW-Berechnungen zeigen.

Beitrag mit Bild

© Zerbor/fotolia.com

In den vergangenen zwei Jahren gaben die Deutschen 270 Mrd. € weniger für ihren Konsum aus – das sind rund 3.000 € pro Kopf. Außerdem investierten Unternehmen rund 60 Mrd. € weniger. Staatsausgaben und Exporte fingen die Wirtschaft im zweiten Jahr zumindest teilweise auf.

Ein Auf und Ab

Zu Beginn der Pandemie führten die Lockdown-Maßnahmen zu Problemen bei Produktionsprozessen und störten Lieferungen im In- und Ausland. Hinzu kamen Kosten durch eingeschränkte Konsummöglichkeiten und vorsichtige Kunden. Im zweiten Quartal 2020 sackte das reale BIP verglichen mit dem Vorjahr um 11% ab. Im weiteren Verlauf der Pandemie sorgten zwischenzeitlich gesunkene Infektionszahlen immer wieder für Hoffnung auf eine dauerhafte Erholung. Die wurde jedoch durch erneute Infektionswellen getrübt. Im zweiten Corona-Jahr waren Probleme bei Lieferketten entscheidend: Fehlende Bauteile machten besonders der Automobilindustrie zu schaffen, die Produktionslücke in der gesamten Industrie wuchs wieder auf 7,5% an.

Kräftiges Wachstum benötigt

Obwohl Staatsausgaben und die Erholung im Außenhandel die Verluste abschwächten, wird es voraussichtlich auch in den kommenden Monaten zu Einbußen kommen, prognostiziert das arbeitgebernahe Wirtschaftsforschungsinstitut. Allein im ersten Quartal 2022 könnte sich die Corona-Bilanz um weitere 50 Mrd. € verschlechtern. Die neue Omikron-Variante gibt allerdings auch Grund zur Hoffnung, meinen die Studienautoren. Sollte man in diesem Jahr in die endemische Phase eintreten, dürfte es wieder bergauf gehen. In den nächsten Jahren braucht es ein kräftiges Wachstum, um die bislang aufgelaufenen Einbußen wieder wettzumachen, so das Fazit der Wirtschaftsforscher.

Weitere Informationen zur IW-Studie finden Sie hier.


Pressemitteilung Institut der deutschen Wirtschaft vom 23.01.2022

Weitere Meldungen


Meldung

© mojolo/fotolia.com

26.08.2025

Europas Top-Banken steigern Gewinne

Die zehn größten europäischen Banken outperformen ihre US-Peers deutlich im prozentualen Wertzuwachs, zeigt eine aktuelle Untersuchung.

Europas Top-Banken steigern Gewinne

Meldung

© tashatuvango/fotolia.com

19.08.2025

Startups zwischen Aufschwung und Absturz

Inzwischen hat mehr als jedes siebte Startup Sorge vor der Pleite. Dabei sind Bürokratie, Kundengewinnung und Finanzierung aktuell größten Herausforderungen.

Startups zwischen Aufschwung und Absturz

Meldung

©vadimgozhda/123rf.com

18.08.2025

Deutsche Familienunternehmen volkswirtschaftlich unterschätzt

Die wirtschaftliche Stärke und Stabilität von deutschen Familienunternehmen werden im Vergleich zu Konzernen stark unterschätzt, zeigt eine aktuelle Studie.

Deutsche Familienunternehmen volkswirtschaftlich unterschätzt

Meldung

© tashatuvango/fotolia.com

09.08.2025

Rotes Licht für Wagniskapital: VC-Stimmung bricht ein

Die Stimmung am deutschen Venture-Capital-Markt ist im zweiten Quartal 2025 deutlich eingetrübt; ein schneller Aufschwung ist nicht in Sicht.

Rotes Licht für Wagniskapital: VC-Stimmung bricht ein

Das könnte Sie interessieren: 


Haben wir Ihr Interesse für REthinking Finance geweckt?

Schon heute wissen, was für das digitale Finanzmanagement von morgen wichtig ist.
Sichern Sie sich das REthinking Finance Gratis Paket: 1 Heft + Datenbank.